Die Stadtwerke Eilenburg GmbH geht beim Klimaschutz voran

Die Stadtwerke Eilenburg GmbH geht beim Klimaschutz voran

Gemeinsam mit 16 weiteren Stadtwerken und dem Beratungsunternehmen BET haben die Stadtwerke Eilenburg GmbH zum 1. Mai die Initiative „Klimawerke“ gegründet. Die Gründungsmitglieder machen sich im Rahmen der Initiative gemeinsam auf den Weg, einen Fahrplan für die Klimaneutralität zu entwickeln.

Das Thema Klimaschutz steht spätestens seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts und der Neufassung des Klimaschutzgesetzes im Frühjahr 2021 ganz oben auf der Agenda vieler Versorgungsunternehmen. Der Krieg in der Ukraine und die damit zusammenhängende „Energiekrise“ haben zusätzlich gezeigt, dass das Zeitalter von Erdöl, Erdgas und Kohle besser heute als morgen enden sollte. Nicht nur aufgrund gesetzlicher Vorgaben und äußerem Druck, sondern auch aufgrund des Verantwortungsbewusstseins für unsere zukünftige Lebensgrundlage will die Stadtwerke Eilenburg GmbH einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Uns geht es nicht ums schnelle Geld. Wir fühlen uns – noch mehr als rein privatwirtschaftliche Betriebe – dem Wohle der Gesellschaft verpflichtet. Als kommunales Unternehmen setzen wir beim Klimaschutz natürlich lokal hier vor Ort in Eilenburg an.“ erläutert Maike Trulson-Schult, Geschäftsführerin der Stadtwerke Eilenburg GmbH, ihre Beweggründe für mehr Engagement im Klimaschutz.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadtwerke Eilenburg GmbH Ende 2021 dazu entschlossen, Teil der Initiative „Klimawerke“ zu werden. Alle Mitglieder sind Energieversorgungsunternehmen und verfolgen gemeinsam das Ziel, bis spätestens 2040 klimaneutral zu sein – also fünf Jahre früher als Deutschland insgesamt. Die Klimawerke stellen zunächst eine Treibhausgasbilanz auf, um herauszufinden, wo wie viel CO2 emittiert wird. Auf dieser Grundlage werden Klimaziele formuliert und konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Ziele erarbeitet. Im Zuge dessen werden die Weichen für eine emissionsfreie Strom- und Wärmeversorgung, für die Zukunft der Gasnetze, für die Elektromobilität und für Wasserstoff gestellt. Außerdem sollen zukunftsfähige Lösungen erarbeitet werden, die die Kunden auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität unterstützen.

Sebastian Seier, einer der Initiatoren der Klimawerke bei BET, erklärt an einem Beispiel, wo die Herausforderungen und Lösungsansätze liegen: „Aktuell liegt der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmesektor bei knapp 16 %. Schon 2030 wollen wir deutschlandweit 50 % erreicht haben. Jeder muss dazu einen Beitrag leisten. Niemand hat jedoch heute schon eine fertige Lösung, wie und zu welchen Kosten die Wärmeversorgung klimaneutral werden kann. Wir wollen daher im Rahmen der Klimawerke gemeinsam überlegen, welchen Beitrag Wärmepumpen, Wasserstoff, Biogas, Solarthermie, Geothermie und Holz leisten können.“ Sein Kollege Tim Ronkartz, Leiter des Kompetenzteams Unternehmensentwicklung, ergänzt: „Alleingänge sind bei der Mammutaufgabe Klimaneutralität nicht zielführend. Durch die Gründung der Initiative Klimawerke wollen wir alle an einen Tisch bringen und dafür sorgen, dass sich die Stadtwerke den Herausforderungen gemeinsam stellen.“

Um diese ambitionierte Agenda erreichen zu können, werden die Klimawerke im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesumweltministerium gefördert. 

Folgende 17 Stadtwerke sind die Gründungsmitglieder der Initiative Klimawerke:

  • Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH​
  • Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH ​
  • Energieversorgung Rudolstadt GmbH ​
  • Gemeindewerke Steinhagen GmbH​
  • Osterholzer Stadtwerke GmbH & Co. KG ​
  • Stadtwerke Annaberg-Buchholz Energie AG​
  • Stadtwerke Delitzsch GmbH
  • Stadtwerke Düren GmbH
  • Stadtwerke Eilenburg GmbH ​
  • Stadtwerke Hameln Weserbergland GmbH ​
  • Stadtwerke Hildesheim AG​
  • Stadtwerke Nettetal GmbH ​
  • Stadtwerke Oerlinghausen GmbH ​
  • Stadtwerke SH GmbH & Co. KG ​
  • Stadtwerke Solingen GmbH

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